Tourengruppe Skiclub Alpina Neudorf

09. März 2025 (16 Teilnehmer, Organisation C. Emmenegger)

Skitour Brisen (2404 m)

Auf dem Programm stand eigentlich das Eggenmandli, aber weil der Föhn mal wieder kräftig durch das Reusstal blies, musste eine Alternative her. Der Brisen sollte es sein. So fiel die Anfahrt etwas kürzer. Trotz frühlingshafter Temperaturen konnten wir direkt beim Parkplatz Steinstössi ob Beckenried die Skier anschnallen. Zuerst auf der eisigen Strasse, dann auf kompaktem, hartem Schnee (und eine kurze Stelle auf weichem Waldboden) stiegen wir hoch zur Bärenfalle. Dort begann eine kurze Wandereinlage durch den Wald. Die Hänge unterhalb des Briesenhaus hatten sich jedoch gut gehalten. Mit zunehmender Höhe durch den lichten Bergwald wurde die Oberfläche immer weicher – was uns dann aber auf der Abfahrt erwartete, wagte sich zu diesem Zeitpunkt wohl noch niemand zu hoffen.
Vor der Abfahrt waren aber sowieso noch ein paar Höhenmeter zu absolvieren, und der Sonnenhang im Aufstieg zum Steinalper Jochli versprach nicht viel Gutes! Der harte, eisige Deckel rief nach Harscheisen. (Ein paar Prinzipienreiter wollten diesen Ruf zwar nicht hören, aber es kamen ja alle heil oben an.) Nach «hart» und «pulvrig» komplettierte die steile Traverse zum Gipfel die nivale Dreifaltigkeit: Hier war der Schnee schwer und nass und blieb besonders gerne an den Fellen kleben.
Bei unserer Ankunft auf dem aperen Gipfel des Brisen (2’404m) hatte die Sonne bereits beträchtliche Kraft entwickelt, sodass wir unser Picknick ausgiebig geniessen konnten. Und so schön Essen auch ist, der eigentliche Höhepunkt kam nach der etwas mühseligen Querung mit kurzem Trappelaufstieg zurück zum Steinalper Jochli. Wir zweigten aber schon ein Stück südwestlich der Aufstiegsspur ab. Dieser Einstieg (oder «Drop», wie die coolen Kids heute sagen) sollte sich als die wohl beste Entscheidung des Tages entpuppen: Die Gruppe fand sich nun in einem gleichmässigen steilen, schön breiten Hang bedeckt mit wunderbar weichem (für diese Jahreszeit und diese Höhe) Pulverschnee, der mit allerhand akustischer Freudenbekundungen und sogar einigen spontanen Purzelbäumen befahren wurde.
Nach der Traverse zurück zur Bärenfalle spaltete sich die Gruppe spontan auf: Wer mochte, legte noch eine Zusatzrunde über die Musenalp ein, und wer von der aufkommenden Hitze schon langsam genug hatte, machte sich direkt auf die holprige Abfahrt zurück zur Steinstössi, bevor die ganze Gruppe sich dann wieder bei Kaffee (und hausgemachten Guetzli!) in Beckenried vereinigte.