22. März 2025 (4 Teilnehmer, Organisation J. Nagelisen)
Skitour Druesberg (2282 m) - Forstberg (2215 m) - Twäriberg (2117 m)
Am Vorabend wird per WhatsApp mitgeteilt: «In der Region Engelberg
wird der Föhn zu stark
blasen, daher suchen wir uns eine Region, wo der Wind etwas weniger zukommen,
das
Wetter aber trotzdem schön sein sollte. Wir starten bei der Weglosen
und haben von dort
aus die Möglichkeit je nach Lust und Laune mehrere Gipfel wie Forstberg,
Druesberg,
Twäriberg, Rütistein anzugehen. Unter Umständen müssen
ganz unten wenige Minuten zu
Fuss absolviert werden, weit sollte es aber nicht sein».
Am morgen dann der Gegencheck, Wind (keiner) und Wetter (sonnig) entsprechen
den
Ankündigungen vom Vorabend. Schnee, oder besser gesagt die eisigen
Überreste der
ehemaligen Skipiste, hats aber gerade noch knapp von ganz unten –
auch gut. So macht
sich unsere Vierergruppe frohen Mutes immer schön den weissen Stellen
folgend bergwärts
auf die Socken. Wohin solls denn gehen? Im Vorfeld wurde das ja nicht so
klar kommuniziert.
Wir beschliessen als erstes den Druesberg anzugehen wo wir im Fussaufstieg
bereits eine
gute Spur vorfinden. Der Föhn macht sich nur gerade in Kammlagen etwas
bemerkbar, aber
alles im grünen Bereich.
Weiter geht’s zum Forstberg. Hier kommen die Felle das erste Mal weg.
Die
Schneeverhältnisse lassen für die Abfahrt nicht so Euphorie aufkommen
– aber Pulver
fahren kann ja jeder. Ein leicht überfrorener Deckel mit feuchtem Schnee
darunter macht die
Sache schon etwas anspruchsvoller. Nach 400 Hm «Abfahrsgenuss»
stellt sich die Frage,
reicht das, oder wollen wir noch etwas mehr? Wir erhoffen uns am Twäriberg
noch etwas
besseren Schnee zu finden und beschliessen nochmals anzufellen. Nach 300
weiteren
Höhenmetern und leichter Kraxelei am Gipfelaufbau stehen wir oben.
Die nun folgende
Abfahrt ist nun doch markant schöner und lässt uns diverse Schwünge
in den Sulz zaubern.
Aber auch hier beklagt sich der eine oder andere über saure Oberschenkel
– kein Wunder,
wir haben ja auch fast 1700 Hm in den Beinen.
In der Abfahrt wählen wir eine etwas andere Variante als noch im Aufstieg
und kommen so
mangels Schnee doch noch in den Genuss eines kurzen Fussabstieges. Mittlerweile
hat
auch der Föhn etwas eingesetzt und Temperaturen im deutlich zweistelligen
Bereich erinnern
uns daran, dass der Frühling nun definitiv Einzug gehalten hat.