Tourengruppe Skiclub Alpina Neudorf

01. Februar 2025 (17 Teilnehmer, Organisation C. Emmenegger)

Skitour Hängst (2092 m)

Zum Glück gibt’s das Entlebuch! Während das Flachland im Nieselregen sein tristes Dasein fristete und die alpine Wetterküche die Höhenlagen zwischen St. Bernard und Bernina in ein flauschiges Wolkenkleid hüllte, braute sich doch tatsächlich über Sörenberg eine blaue Störung zusammen. Statt auf den Brünig reiste die stattliche Delegation aus Neudorf und zugewandten Orten also in das oft belächelte Luzerner Voralpenland. Dieses präsentierte sich auch gleich von seiner besten Seite. Der nächtliche Nebel hatte einen pittoresken Reif hinterlassen, und bald nach Abmarsch am Parkplatz Hirsegg inszenierte die Sonne einen Aufgang hinter dem mit 2’348m höchsten Luzerner, dem Brienzer Rothorn. Der Freitag hatte uns sogar noch etwas Neuschnee beschert, und so führte der Weg zuerst durch ein nordisch anmutendes Hochmoor und schliesslich durch das wunderbar coupierte Karstgelände, das der Schrattenflue im Sommer ihren ganz eigenen Charakter verleiht. Im Winter ist davon freilich wenig zu sehen. Der Schnee war zwar bisweilen eher auf der klebrigen Seite, was sich mit zunehmender Höhe aber entschärfte.

Auch der Nebel, der zuerst Anstalten gemacht hatte, sich an die Fersen der Tourengruppe zu heften, verblieb dankenswerterweise im Tal. So war uns ein Gipfelerlebnis auf dem Hängst (2’092 m) bei bester Rundumsicht vergönnt. Da die Sonne aber bald schon mächtig heizte und der Platz auf dem Gipfel sowieso knapp wurde, liess die muntere Michelsämter Meute schon bald den Pulverschnee stieben. Die Vorfreude wurde nicht enttäuscht: Im abwechslungsreichen Gelände auf einer schönen Neuschneeschicht kam mächtig Fahrfreude auf. Der Baumslalom im unteren Teil fand dann zwar schon auf etwas substantiellerem Schnee statt, das Leid hielt sich aber in Grenzen.

Der freudigen Abfahrt logische Konsequenz: Bei der Alp Silwänge wurde nochmal die Felle aufgezogen und ein paar weitere Höhenmeter abgespult. Inzwischen hatte aber auch die Mittagssonne ihre volle Leistung erreicht. Der Aufstieg sowieso, aber auch die Abfahrt, konnten in leichtem Tenü bewältigt werden. Winterlich wurde es erst auf den letzten Höhenmetern, als uns der Nebel doch noch erwischte – was aber dem allgemeinen Wohlbefinden auch keinen Abbruch mehr tat.