17. Januar 2026 (Organisation: Matthias Zemp)
Firsthöreli (2129 m)
Dies ist die Geschichte einer Skitour, die irgendwo hätte stattfinden können. Gesehen hat man ja sowieso nichts. Bis zum Restaurant Schwarzenbach im Bisisthal konnte man gut dem Strassenverlauf folgen. Aber so weit ist es ja bloss eine Autofahrt. Die Skitour beginnt erst dort, mit einem Aufstieg durch den bewaldeten Westhang des Tals. Auf diesem ersten Teilstück sah man noch Bäume – die stehen ja nicht so weit weg. Sobald sich aber unterhalb des Stäfelistöckli auf 1’500 m der Wald zu lichten begann, verabschiedete sich auch jegliche visuelle Referenz. Die Welt verschwand in einem Schleier aus milchigem Weiss: Unten der Schnee, oben die Wolken.
So zog sich der Aufstieg in sensorischer Deprivation dahin durch ein eigentlich liebliches, an diesem Samstag aber kaum sichtbares Tal. Die Schneebeschaffenheit liess auch keine Zweifel, dass es an diesem Tag weniger um das Vergnügen einer Abfahrt in weichem Pulver gehen sollte als darum, ein paar Stunden an der frischen Luft zu verbringen. In den Alpen herrschte immer noch Schneemangel; und was lag, war inzwischen gut ausgehärtet.
Die Gipfelrast auf dem Firsthöreli (2’129m) war dann auch bloss Mittel zum Zweck, um die Ski auf Abfahrt einzustellen. Die Aussicht musste sich ein jeder selbst vorstellen. Eine holprige Abfahrt führte der Aufstiegsroute entlang direkt zum Kaffee.